Dyskalkulie - Rechenschwäche

Die Entwicklung mathematischer Kompetenzen verläuft bis ins frühe Grundschulalter in mehreren Schritten. Wird der Ablauf gestört, bleibt das Kind häufig auf Grund mangelnder Zahlvorstellungen beim zählenden Rechnen, häufig werden die Finger zur Hilfe genommen. Das Rechnen bleibt zeitaufwendig und fehleranfällig. Hinzu kommen fehlende effektive Rechenstrategien und eine mangelnde Automatisierung von Basisoperationen.

große Division, Montessori-Material

Wichtig ist es, Zahlvorstellungen durch das schnelle und strukturierte Erfassen von Mengen zu schaffen. Dann erst können Rechenstrategien erworben werden: Wie kann ich Zahlen zerlegen, warum ist die Kraft der Fünf so wichtig, warum macht es Sinn, Tauschaufgaben zu nutzen, was ist der Trick beim Rechen mit der Neun? Warum ist es sinnvoll, das Einmaleins mit Stützaufgaben zu erarbeiten, statt es einfach auswendig zu lernen?

Kinder mit einer Rechenschwäche schaffen es nur mit Hilfe und Unterstützung, Vorstellungen von Mengen als gliederbare Quantitäten zu entwickeln. Ebenso muss das Stellenwertverständnis anschaulich erarbeitet und vertieft werden. Schüler, denen diese Grundlagen nicht vermittlet wurden, zeigen bis in höhere Klassenstufen Defizite in den grundlegenden Kompetenzen.

 

 

Bildernachweis: Banner: © Katharina Bregulla/PIXELIO, www.pixelio.de, Seite: Montessori-"Apotheke", Karl Heinz Basten

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