Operationen mit dem Punktefeld

Immer wieder sehe ich in Grundschulen, dass Lehrerinnen es gut mit den rechenschwachen Schülerinnen meinen und ihnen – sogar für Klassenarbeiten – als Rechenhilfe eine Hundertertafel zur Verfügung stellen.

Warum müssen Operationen mit dem Punktefeld ausgeführt werden? Die Autoren von PIKAS z.B. haben immer wieder darüber aufgeklärt, dass nicht jedes Zusatzmaterial zu jeder mathematischen Handlung passt.

Was leistet das Hunderterfeld?

Das Kind lernt, die Struktur der Hundertertafel zu erfassen und sich im Zahlenraum bis 100 zu orientieren (Zehnerschritte, Einerschritte, Ausschnitte an der Hundertertafel, Wege/Treppen, Lücken füllen). Es lernt, Zahlenfolgen in der Hundertertafel zu verstehen und Fachbegriffe an der Hundertertafel anzuwenden (Zeile, Spalte, Diagonale, Zehnerschritte, Einerschritte, usw.).

Zahlen am Punktefeld

Warum Operationen mit dem Punktefeld?

Es ist aber zwingend, Operationen mit dem Punktefeld zu bearbeiten, weil Mengen strukturiert erfasst und verarbeitet werden müssen. Das Punktefeld bietet eine gute Strukturierung (immer 10 in einer Reihe, Markieren der 5 und der 50). Das Kind kann Mengen simultan (bis 5) und größere Mengen auch pseudosimultan (5 + x, 50 + xx) erkennen und mit dem Rechenschieber kennzeichnen. Es kann Mengen ohne Abzählen addieren, subtrahieren und mit dem Multiplikationsschieber auch Multiplikationen verdeutlichen. Auch die bei „mathe 2000+“ so beliebten „Malkreuzaufgaben“ lassen sich wunderbar darstellen.

Multiplikation mit dem Punktefeld

Wie bereite ich die Arbeit mit dem Punktefeld vor?

Also: Man beginnt einführend mit handlungsorientiertem Dienes-Material (wahlweise Montessori-Perlen-Material), welches mit dreidimensionaler Darstellung die Mächtigkeiten von Mengen verkörpert. Später löst man dieses Material mit zweidimensionalen Darstellungen ab, dem Punktefeld. Auch alle Blitzrechenkarteien von „mathe 2000+“ basieren auf den Darstellungen mit dem Punktefeld.

Und natürlich nicht vergessen, jeden Handlungsschritt auch zu versprachlichen. Sonst geht nichts von den Fingern den Kopf (Wartha).

Es klappt auch online

Selbstverständlich gibt es alle nötigen Materialien für die Arbeit im Klassenraum kostenlos bei „PIKAS“ zum Download, aber auch mit Online-Materialien habe ich erfolgreich gearbeitet, wie ihr am Bildmaterial seht. Material einscannen, ausschneiden, den Hintergrund transparent machen, die Grafiken mit „Openboard“ in Zoom laden-schon kann das Kind mit den Online-Übungen beginnen.

Es gibt aber auch andere digitale Materialvarianten.